MrSpinnert by MrSpinnert, 2 months ago
Schweizerin gegen Genitalverstümmelung – der lange Weg aus der Tradition

Mit sieben Jahren durchlebte Sara Aduse in Äthiopien die Beschneidung. Nachdem sie mit zwölf in die Schweiz ausgewandert ist, wurde sie hier zur Aktivistin gegen die Beschneidung. Nach über 20 Jahren kehrt sie nun in ihre alte äthiopische Heimat zurück, um dieser Praxis ein Ende zu setzen.

Sara Aduse hat alles aufgegeben für ihre Vision: «Ich werde das machen, bis ich sterbe.» Die 34-Jährige will im Osten Äthiopiens die Praxis der weiblichen Genitalverstümmelung beenden. Dort werden rund 80 Prozent der Mädchen beschnitten. Weltweit haben 230 Millionen Frauen eine Form von genitaler Verstümmelung erlebt.

Die Genitalverstümmelung ist grausam. Trotzdem ist die Tradition tief verankert. «Das Gute überwiegt», sagt eine Befürworterin. «Die Mädchen würden ruhiger», so eine weitere Befürworterin. Sara setzt auf Aufklärung und Dialog. «Meine direkte Art kommt nicht immer gut an», sagt sie. Aber aufgeben kommt nicht in Frage: Kein Mädchen solle erleben, was sie habe durchmachen müssen. «rec.»-Reporter Livio Chistell begleitet Sara Aduse in Äthiopien.

00:00 Intro
01:21 Livio trifft Sara Aduse in Harar, Äthiopien
05:34 Sara Aduse hat ihr Leben in der Schweiz für ihren Traum aufgegeben
10:10 Die Arbeit erfordert viel Networking und Aufklärung
15:45 Austausch mit der Bevölkerung
18:44 Livio trifft eine Beschneiderin
21:16 Reaktionen auf Saras Arbeit gegen FGM
24:03 Saras Grossmutter hatte damals Saras Beschneidung organisiert
27:18 Sara trifft sich mit anderen NGOs in der Hauptstadt
29:33 Auch Menschen in der Schweiz sind betroffen
31:42 Outro

Schweizerin gegen Genitalverstümmelung – der lange Weg aus der Tradition | Reportage | rec. | SRF
▪ Ein Film von Livio Chistell
▪ Senior Producer: Vanessa Nikisch, Ilona Stämpfli
▪ Leitung: Anita Richner